Ausschreibung 2006

Naturverträglich wirtschaftende Landwirte sorgen mit ihrer Arbeit und Pflege maßgeblich für die Erhaltung der biologischen Vielfalt in unserer Kulturlandschaft. Landwirtschaft kann aber auch Probleme für die Natur mit sich bringen, etwa wenn es um den Schutz von Tier- und Pflanzenarten geht. Viele Landwirte in Deutschland unternehmen aber aktiv etwas für den Naturschutz. Sie legen zum Beispiel Ackerrandstreifen, Hecken und Streuobstwiesen an oder achten bei der Feldarbeit darauf, dass Biotope erhalten bleiben.

Vorbildliche Leistungen für den Naturschutz zeichnete die Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) 2006 erstmals mit dem Förderpreis Naturschutzhöfe aus. Dieser Wettbewerb wurde gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Weitere Projektpartner waren der NABU / LBV, der BUND / Bund Naturschutz (BN) sowie Euronatur.

Betriebe mit herausragenden Leistungen im Naturschutz konnten sich in diesem bundesweiten Wettbewerb bis zum 31. März 2006 bei der SÖL bewerben. Ausgezeichnet wurden Höfe, deren erfolgreiches Engagement Ansporn und Vorbild für andere Betriebe darstellt.

Der Förderpreis Naturschutzhöfe 2006 war mit insgesamt 21.000 Euro dotiert.

Der Förderpreis will nicht nur bisherige Leistungen der Höfe belohnen, sondern auch nachhaltig Impulse für zukünftige Maßnahmen, Kooperationen zwischen Naturschutz und Landwirtschaft sowie der Kommunikation mit allen Interessensgruppen und der breiten Öffentlichkeit geben.

Was wurde gewertet?

Bei der Bewertung wurden insbesondere die folgenden Schwerpunkte berücksichtigt:

• Biologische Vielfalt auf der Betriebsfläche
• Betriebliche naturschonende Bewirtschaftung
• Aktive Maßnahmen zur Landschaftsgestaltung
• Selbstdarstellung und Öffentlichkeitsarbeit in Verbindung mit den Naturschutzmaßnahmen (Darstellung des Natur-Engagements, z. B. für Kunden und Gäste)

Es wurden sowohl Betriebe gesucht, die in mehreren Bereichen engagiert sind als auch Betriebe, die vorbildliche "Einzelleistungen" in einem der genannten Bereiche zeigen. Die fachliche Bewertung erfolgte zunächst anhand eines Bewerbungsbogens. Eine Vorauswahl an Betrieben wurde danach besucht, um vor Ort ein genaues Bild zu bekommen. Auf dieser Grundlage ermittelte eine unabhängige Jury die Preisträger. In der Jury waren Experten aus den Bereichen Naturschutz und Landwirtschaft vertreten.

Wer konnte mitmachen?

Alle landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland (einschließlich Spezialbetriebe wie z. B. Wein-, Obst- und Gemüsebaubetriebe) konnten sich bewerben. Vorausgesetzt war eine Bewirtschaftung nach der guten fachlichen Praxis und gemäß den Anforderungen der Cross-Compliance-Verpflichtungen.

Bewerbungsverfahren und Bewerbungsfrist

Der Bewerbungszeitraum war am 31. März 2006 abgelaufen.
Die kompletten Bewerbungsunterlagen waren bis zum 31. März 2006 an die Stiftung Ökologie & Landbau zu senden (es galt das Datum des Poststempels). Die Bewerbungsunterlagen wurden streng vertraulich behandelt. Der Rechtsweg war ausgeschlossen.

Preisverleihung

Die Preisträger wurden in einer herausgehobenen Veranstaltung geehrt. Die ausgezeichneten Betriebe sollten in das Netzwerk Naturschutzhöfe aufgenommen werden, um diese erfolgreichen Beispiele auch nach dem eigentlichen Wettbewerb öffentlichkeitswirksam darzustellen.

Ausschlusskriterien

Nicht bewerben konnten sich Betriebe, die durch die öffentliche Hand bewirtschaftet werden. Jedoch sollte jenen Betrieben mit herausragenden Naturschutzleistungen die Möglichkeit geben werden, sich in das Netzwerk Naturschutzhöfe einzubringen.

Flyer zur Ausschreibung Förderpreis Naturschutzhöfe (PDF-Datei, 724 KB)

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