Bad Dürkheim, 02.04.2007
Als zweiter "Naturschutzhof des Monats" des Projekts Förderpreis
Naturschutzhöfe wird im April der Grünlandbetrieb "Brockenbauer
Thielecke" im Harz vorgestellt. Bunt blühende Wiesen sind heute
keine Selbstverständlichkeit mehr, denn bei der Tierfütterung wird
auf energiereiches Futter gesetzt. Vielerorts - insbesondere in den Mittelgebirgslagen
- gibt es aber Landwirte, die ganz bewusst ihre Wiesen extensiv bewirtschaften.
Sie sind stolz darauf und haben Freude am Artenreichtum der Wiesen und integrieren
das rohfaserreichere Futter sinnvoll in ihren Betrieb.
Mit ihrem Grünlandbetrieb leistet Familie Thielecke einen großen
Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt durch ihre vorbildliche Bewirtschaftung
von artenreichem Grünland in der Mittelgebirgslandschaft Harz. Seit 2001
bewirtschaftet der Betrieb rund 450 Hektar Grünland. Mit Tatkraft, Ideen
und Mut wurde in kurzer Zeit eine stattliche Herde (198 Tiere) der gefährdeten
Rinderrasse "Rotes Höhenvieh - Harzer Schlag" aufgebaut. In
Abstimmung mit dem Landschaftspflegeverband (LPV) und durch das flexible,
aber arbeitsintensive Herdenmanagement (kleine Tierzahl, geringe Besatzdichte,
kurze Verweildauer) gelingt es, den außerordentlichen Artenreichtum
der typischen Harzer Bergwiesen und -weiden zu erhalten und zu fördern.
Es kommen dort selten gewordene Arten wie z. B. Trollblume, Sibirische Schwertlilie
oder Kugelige Teufelskralle vor.
Der Erhalt der blütenreichen Wiesen stellt aber auch einen wichtigen
Beitrag zum Schutz der typischen Harzer Kulturlandschaft dar, die eine wichtige
Grundlage für die Attraktivität des Harzes für Erholungssuchende
und Touristen bildet.
Mit dem erfolgreichen Aufbau einer regionalen Direktvermarktung richtet sich
Familie Thieleke gezielt an Privatkunden, Touristen und Hotels und vermittelt
somit den Bezug von Erzeugung, Qualität und wertvoller Landschaft. Für
diese Leistungen wurde Familie Thielecke am 13. Februar 2007 durch Bundesumweltminister
Sigmar Gabriel mit dem Förderpreis Naturschutzhöfe ausgezeichnet.
Initiert und durchgeführt wurde der Wettbewerb vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) gemeinsam mit der Stiftung Ökologie & Landbau. Das Projekt wurde vom Bundesumweltministerium gefördert. Weitere Projektpartner sind der Naturschutzbund (NABU) / Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) / Bund Naturschutz Bayern (BN) sowie die Stiftung Europäisches Naturerbe (Euronatur).
Auf der Internetseite www.naturschutzhoefe.de und den Seiten der Projektpartner wird anhand von Betriebsportraits und Fotogalerien gezeigt, wie die drei Preisträger und neun Auszeichnungsbetriebe Naturschutz auf ihrem Betrieb integrieren.
2.724 Anschläge
Belegexemplar erbeten.
Weitere Informationen und Verleih einer Audio-Visionsschau über die
zwölf ausgezeichneten Betriebe unter:
Stiftung Ökologie & Landbau
Weinstraße Süd 51
D-67098 Bad Dürkheim
Tel. 06322-98970-222
Fax 06322-98970-1
E-Mail naturschutzhoefe@soel.de
www.soel.de
www.naturschutzhoefe.de