| Gut Schmerwitz Familie van Schoonhoven Schmerwitz Nr. 8 14827 Wiesenburg/Mark, Brandenburg |
Tel: 033849-9080 Fax: 033849-90829 www.gut-schmerwitz.de |
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Auf Gut Schmerwitz im Südwesten Brandenburgs werden neben Lebensmitteln und Arbeitsplätzen auch Lebensräume für Pflanzen und Tiere geschaffen. Im Zuge der Umstellung auf ökologischen Landbau in den 90er Jahren wurde auf dem 1.550 Hektar großen Gut ein Biotopverbundsystem entwickelt. Durch die vielfältige landwirtschaftliche Erzeugung, den Ausbau von betriebseigener Weiterverarbeitung und Direktvermarktung und durch die Beteiligung an einer Regionalmarke leistet Gut Schmerwitz einen großen Beitrag für den ländlichen Raum. Die Familie van Schoonhoven und Rita Neumann, die Betriebsleiterin, messen der Außendarstellung große Bedeutung zu. In der Bevölkerung und bei den Kunden soll Gut Schmerwitz "ein persönliches Gesicht" haben.


Vielfältige Landnutzung für eine breite Produktpalette
Betriebsschwerpunkte auf Gut Schmerwitz bilden neben einem vielfältigen
Acker- und Feldgemüsebau die Schäferei, die Geflügelhaltung,
die Schweinezucht und -mast sowie die eng darauf abgestimmte Direktvermarktung.
Auf den Äckern des Bioland-Betriebes werden in einer vielgliedrigen Fruchtfolge
Roggen, Gerste, Weizen, Dinkel, Triticale, Hafer, Lupine, Erbsen und Luzernekleegras
angebaut. Zudem wird mit blütenreichen Zwischenfrüchten und Untersaaten
gearbeitet. Als Beitrag zur Erhaltung alter Nutztierrassen gibt es in der
Schweinehaltung auch eine kleine Gruppe der bedrohten Angler Sattelschweine.
Die vielen Standbeine des Betriebs können nur mit einem großen
Team an Mitarbeitern funktionieren. Auf Gut Schmerwitz sind knapp 30 Arbeitskräfte
beschäftigt. Das Gut ist damit ein wichtiger Arbeitgeber in der ländlichen
Region.
Gut und Landschaft mit bewegter Geschichte


Gut Schmerwitz war bereits im 18. Jahrhundert ein großräumiges herrschaftliches Wirtschaftsgut. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Ländereien des Gutes enteignet und bis zur Wende 1990 als volkseigenes Gut bewirtschaftet. Im Jahr 1991 erwarb eine Suchthilfegemeinschaft das Gut als landwirtschaftlichen Zweckbetrieb, stellte auf ökologische Wirtschaftsweise um und begann, den Biotopverbund anzulegen. Bei einem erneuten Besitzerwechsel im Jahr 2000 ging das Gut an die Familie van Schoonhoven über, die nun Schritt für Schritt ihre Vision eines modernen ökologisch wirtschaftenden Betriebes verwirklichen und gleichzeitig die ländliche Entwicklung der gesamten Region fördern möchte.
Landwirtschaft, Landschaft und Natur im Verbund
Die Flächen von Gut Schmerwitz liegen in der sanft-gewellten Endmoränenlandschaft des Hohen Flämings. Lichte Kiefern- und Mischwälder unterbrechen die mageren Ackerflächen aus anlehmigem Sand. Durch die Anlage des Biotopverbundsystems, mit der 1990 begonnen wurde, unterscheiden sich die strukturreichen Gutsflächen deutlich von den Nachbarflächen, die durch intensiven Ackerbau auf sehr großen Schlägen gekennzeichnet sind. Die ausgeräumte Landschaft ist eine Folge der rationellen Großflächenbewirtschaftung zu DDR-Zeiten. Für den Biotopverbund wurden Feldwege mit Säumen und Böschungen wiederhergestellt und neu geschaffen sowie 26 Kilometer Hecken mit heimischen Gehölzen angelegt. Pflanzungen von Obst- und Laubbaumreihen, Feldholzinseln und Streuobstwiesen mit alten Sorten waren weitere Maßnahmen. Wichtig war den Planern dabei die Orientierung an den Formen der Landschaft und am historischen Landschaftsbild, um insgesamt zu einer ästhetischen Gestaltung zu gelangen.


Alle Anpflanzungen sind gut gediehen und zeigten bald ihre positiven Wirkungen. Rita Neumann freut sich: "Wir haben dadurch endlich unsere Wasser- und Winderosionsprobleme in den Griff bekommen. Bevor die Hecken da waren, mussten wir immer wieder bis zu einem Meter tiefe Gräben in den Äckern zuschütten, die durch starke Niederschläge entstanden waren." So profitiert nicht nur die Natur und die Artenvielfalt von den neuen Strukturen, sondern auch die landwirtschaftliche Produktion. Selbst wenn die Traktoristen sich manchmal über die Umwege um die Feldholzinseln beschweren, gibt Rita Neumann mit einem Augenzwinkern zu. Durch die Hecken und Streuobstwiesen konnte zudem die Produktpalette im Hofladen um Fruchtsäfte und Gelees erweitert werden.
In der Region verankert und immer offen für Neues
Die Nähe zu Berlin ist für den Absatz der Produkte von großem
Vorteil und auch der Hofladen läuft gut. Dort finden sich Fleisch- und
Wurstprodukte, Eier, Getreide, Mehl, Nudeln, Säfte, Obst und Gemüse
aus eigener Erzeugung und Herstellung. Die Gemüseauswahl vom Feld wird
ergänzt durch Feingemüse aus der Gärtnerei des benachbarten
Suchthilfevereins in Schmerwitz.
Für die brandenburgische Regionalmarke "von hier" zeigt sich
Gut Schmerwitz als innovativer Partner. Um den regionalen Charakter der Marke
zu stärken, wurde auf Schmerwitz eine Nudelmanufaktur eingerichtet. Weitere
Kooperation besteht beispielsweise mit dem Naturpark Höher Fläming,
Gut Schmerwitz bietet oft den Rahmen für kulturelle Veranstaltungen und
Aktivitäten des sanften Tourismus.


Präsent und wieder erkennbar sein
Die Präsenz in der Region und die Vermarktung so vieler Produkte erfordern
eine intensive Öffentlichkeitsarbeit, mit der das Gut Profil zeigt und
seine Leistungen hervorhebt. Die Darstellung der Natur schonenden Wirtschaftsweise
und der Leistungen für den Natur- und Landschaftsschutz stehen dabei
im Mittelpunkt. Das Biotopverbundsystem wird in allen Betriebsportraits und
Flyern thematisiert. Auf der Internetseite, bei Führungen, Vorträgen,
Messen und nicht zuletzt beim alljährlich stattfindenden Hoffest im Rahmen
der Brandenburger Landpartie wird das Landschaftserlebnis vermittelt. Mit
einfachen Mitteln, einem eigenen Logo und klarer Gestaltung sorgt Gut Schmerwitz
dafür, dass der Betrieb und seine Produkte leicht wieder erkennbar sind
und mit Engagement für die Region und die Natur verbunden werden.