| Landschaftspflege mit Biss GBR Frank Lamprecht und Stefan Gaus Schrambergerstr. 59 78727 Oberndorf-Beffendorf, Baden-Württemberg |
Tel: 07423-957811 Fax: 07423-83424 www.landschaftspflege-mit-biss.de |
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Landschaftspflege mit Biss - der Name ist Programm
Landschaftspflege mit Biss heißt der Landschaftspflegehof von Frank
Lamprecht und Stefan Gaus, der landschaftlich wertvolle Flächen im Oberen
Neckartal und im Mittleren Schwarzwald bewirtschaftet. Der Strukturwandel
in der Landwirtschaft und die Aufgabe von Hofstellen erfordert vor allem in
Mittelgebirgen und Steillagen neue Konzepte, um die wertvollen Lebensräume
und die europäischen Kulturlandschaften in ihrer Verschiedenheit zu erhalten.
Auf Bergwiesen und Tälern im Mittleren Schwarzwald und in den Wacholderheiden
am Oberen Neckar sorgen die Schafe und Ziegen von Landschaftspflege mit Biss
für die Offenhaltung der Landschaft. "Seit 2000 bauen wir unseren
Landschaftspflegehof kontinuierlich auf. Für uns spielt die Kombination
von Naturschutzzielen und Vermarktung von hochwertigen Produkten aus der Landwirtschaft
eine wichtige Rolle," erklärt Stefan Gaus. Ziel des Hofes ist es,
besonders im Hinblick auf die Pflege und Entwicklung des Natura 2000 Gebietes
am Oberen Neckar, eine modellhafte Bewirtschaftung der besonders schützenswerten
Lebensräume zu gewährleisten und dieses in eine geschlossene Betriebskonzeption
einfließen zu lassen.


Die Partner vereinen Fachkompetenz in Naturschutz, Landwirtschaft und
Vermarktung
Frank Lamprecht hat an der Fachhochschule Nürtingen Agrarwirtschaft studiert
und war anschließend Mitarbeiter in Forschungsvorhaben zum Thema "Einsatz
von Ziegen in der Landschaftspflege" und "Zukünftige Tierhaltungskonzepte".
Sein Tätigkeitsschwerpunkt bei Landschaftspflege mit Biss liegt im Bereich
der Beratung und Konzeptionsentwicklung sowie der praktischen Landschaftspflege.
Sein Partner Stefan Gaus hat das selbe Studium absolviert; eine Studienarbeit
handelte über das Thema "Vermarktung von Ziegenkitzfleisch in Baden
Württemberg". Anschließend war er mehrere Jahre in der Geschäftsleitung
eines Großhandelsunternehmens für biologische Tees und Gewürze
tätig. Beide zusammen vereinen ein großes Wissen und praktische
Erfahrung in Tierhaltung, Grünlandmanagement, Artenkenntnisse und Naturschutz
sowie Vermarktung.


Großes Einsatzgebiet für Tier und Mensch
Der Einsatzgebiet des Betriebes ist groß. Landschaftspflege mit Biss
bewirtschaftet Flächen in zwei Naturräumen. Bergwiesen und -täler
im Mittleren Schwarzwald im Bereich Schramberg und Schiltach sowie Kalk-Magerrasen,
Wachholderheiden und verbuschte Hänge im Oberen Neckartal bei Oberndorf
a. N. Auch Sonderstandorte, wie z. B. felsige Bergrücken und Steinbrüche
gehören zu den "Arbeitsbereichen" der Schafe und Ziegen. Zahlreiche
Raritäten an Pflanzen und Tieren sind auf den Flächen anzutreffen:
15 Orchideenarten, vier Enzianarten, Schlingnatter, Braunkehlchen und vieles
mehr.
Aber auch die Schafe und Ziegen selbst sind Raritäten. Mit Walliser Schwarzhalsziegen, Nera Verzasca, Tauernschecken und Waldschafen werden verschiedene vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen eingesetzt.


Der Betreuungsaufwand der Herden ist zeitintensiv, die mit dem Auto zurückgelegten
Wegstrecken ebenfalls. Um artenreiches Grünland zu bewirtschaften, braucht
es ein sorgfältiges Weidemanagement. Die Erfahrungen mit den Grünlandbeständen,
mit Nutzungszeitpunkten und -intensitäten sowie mit der Zaun- und Mähtechnik
am Hang wachsen mit den Jahren. Frank Lamprecht und Stefan Gaus geben ihr
Wissen gerne weiter und gelten vielen Landwirten als Ansprechpartner. Der
Lohn für oft stressige Arbeit ist, wenn Erfolge sichtbar werden, wenn
sich Grünlandbestände verbessern, besondere Arten zurückkehren
oder wenn ein verbuschter Hang sich durch die Ziegenbeweidung wieder öffnet.
"Spaß macht die Arbeit besonders, wenn die Zusammenarbeit mit Kollegen,
Behörden, Forst und anderen gut läuft, und wenn man es schafft,
andere Menschen zu erreichen und für die Natur, die Landschaft und die
Landwirtschaft zu begeistern."
Zwischenzeitlich weiden auch Schweine, Rinder und Ziegen in einem Aueprojekt
entlang des Neckars. Mit der Entnahme von Verbauungen und der Anlage von Flutmulden
werden hier weitere Naturschutzideen von dem Betrieb umgesetzt.


"Heimatliebe geht durch den Magen"
"Frank Lamprecht und seine Schafe und Ziegen - davon liest man oft in
der Zeitung", so eine Nachbarin. Und das aus gutem Grund, denn Öffentlichkeitsarbeit
und Aktionen sind bedeutend für die Vermarktung der Produkte, die regional
auf Märkten und eigenen Veranstaltungen stattfindet. Bei seiner Öffentlichkeitsarbeit
hat der Betrieb viele Ideen: Veranstaltungen unter dem Motto "Biss-fest"
oder "Tritt-fest" beinhalten Verköstigungen der eigenen regionalen
Produkte sowie naturkundliche Führungen und Wanderungen durch die reizvollen
Schutzgebiete. Frank Lamprecht ist Mitautor eines Kochbuchs für Ziegen-
und Schafprodukte. Im Aufbau befindet sich eine Hofstelle am Neckarradweg.
Ein kleines Infozentrum und eine Straußenwirtschaft sollen dort entstehen.
Frank Lamprecht und Stefan Gaus verstehen es, Menschen über verschiedene
Wege zu erreichen und vermitteln ihnen die Zusammenhänge in ihrer Heimatlandschaft.