| Hof Luna Wilhem Bertram Im Siek 10 31085 Everode, Niedersachsen |
Tel: 05184-958958 Fax: 05184-950122 |
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Hof Luna möchte Menschen an der Pflege der Landschaft beteiligen
Hof Luna in Everode liegt in einem langgestreckten Tal im Alfelder Bergland.
Typisch für diese Region ist der Wechsel aus bewaldeten Höhenzügen
und Tälern mit Grünland- und Ackernutzung. Wilhelm Bertram betreibt
den Hof in der 7. Generation. 1987 hat er nach seinem Landwirtschaftsstudium
den Hof von seinen Eltern übernommen und bewirtschaftet heute als Hofgemeinschaft
rund 140 Hektar nach den biologisch-dynamischen Richtlinien. Seit 1988 besteht
der Verein "LandLeben e. V.", der die Entwicklung des Hofes unterstützt.
Der Ansatz des Vereins ist, Menschen an der Pflege der Landschaft zu beteiligen
und ein Stück Verantwortung für unsere Erde zu übernehmen.


Arche-Hof Luna
Der Betrieb Hof Luna ist sehr vielfältig: Milchvieh, Schweine und Schafe,
Ackerbau und Feldgemüse sowie Landschaftsgestaltung und -pflege.
Das Herzstück des Hofes ist die dreißigköpfige rote Milchviehherde,
die im Sommer auf den hügeligen Weiden grast. Durch die Weiterzucht des
vom Aussterben bedrohten Rasse "Angler alte Zuchtrichtung" leistet
Hof Luna einen bedeutenden Beitrag zum Erhalt dieser alten, edlen Milchviehrasse
mit ihren vitalen und robusten Eigenschaften und ihrer hervorragenden Milchqualität.
Als Arche-Hof widmet sich Hof Luna außerdem Zackelschafen, Ramelsloher
Hühnern und seit letztem Jahr einem Paar Leinegänsen.
Landschaftsgestaltung als Aufgabe
Die aktive Gestaltung und Pflege der umliegenden Kulturlandschaft sehen
Hof und Verein als eine ihrer wesentlichen Aufgaben an. Dazu gehören
Biotopvernetzung, Entwicklung von Randbiotopen und eine erosionmindernde Feldeinteilung.
In Eigenleistung pflanzten die Mitglieder des Vereins rund 14 Feldhecken.
Äcker wurden unterteilt, um der Erosion entgegenzuwirken, sie sind durchzogen
und umgeben von Wildkräutersäumen und Hecken. Die Hoflandschaft
hat sich in den letzten zwanzig Jahren eindrücklich verändert. Für
die Baum- und Heckenpflege werden immer freiwillige Helfer benötigt.


Blauer Feldrittersporn auf braun-weißen Scherbenäckern
Ein weiterer Naturschutzschwerpunkt des Betriebes ist der Ackerwildkrautschutz
auf der Wernershöhe, einer waldfreien Hochfläche mit flachgründigem
Kalkverwitterungsgestein, so genannten Scherbenäckern. Aus landwirtschaftlicher
Sicht sind diese Böden von geringem Wert und drohten aus der ackerbaulichen
Nutzung zu fallen. Anfang der 80er Jahre pachtete der Ornithologische Verein
zu Hildesheim die Flächen an, denn die vorkommenden gefährdeten
Ackerwildkräuter, wie z. B. Feldrittersporn, Kleinblütiger Frauenspiegel
oder Venuskamm, sind auf Bewirtschaftung angewiesen. Wilhelm Betram übernahm
1988 die Bewirtschaftung.
Die 25 Hektar werden vorrangig mit Getreide bestellt. Organische Düngung
scheidet wegen des langen Anfahrtsweges aus; lediglich Gründüngung
in Form von Klee-Untersaaten und Brachestadien werden durchgeführt. Positiven
Einfluss auf die Entwicklung der Ackerwildkräuter übt der späte
Stoppelumbruch aus.
Wilhelm Betram entwickelte eine Fruchtfolge mit Rotklee, Hafer-Gerste, Roggen
und Roggen-Wicke. Die Entwicklung der Ackerwildkrautgesellschaften sind positiv
und gleichzeitig ist diese Fruchtfolge für ihn wirtschaftlich, da er
Rotklee und Wicken als Saatgut vermarkten kann und die Bodenbearbeitung sehr
stark reduziert hat. Die Flächen werden Jahr für Jahr von zahlreichen
Botanikern besucht und kartiert. Insgesamt profitieren über 30 verschiedene
Ackerwildkräuter, die auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten
Arten stehen, von diesem Projekt.
Die Erde heilen
Anregungen aus anderen Kulturkreisen und das alte germanische Wissen versucht
Wilhelm Bertram zeitgemäß zu übersetzten und heilend für
Erde, Pflanzen, Tier und Mensch anzuwenden. Somit ist der ca. 2500 Quadratmeter
große Ritualplatz ein wichtiger Platz des Hofes. Vor etwa 14 Jahren
wurde er oberhalb des Dorfes angelegt, um dort Erdheilungszeremonien, Meditationen
und Schwitzhüttenrituale abzuhalten.


Ein Ort für viele Menschen
Durch den Verein LandLeben e. V. wurden Mehrzweckräume für Seminare,
Vorträge, Ausstellungen und Workshops ausgebaut. Dabei stehen Themen
wie "Veredelung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen", "Gestaltung
und Erhalt von Kulturlandschaft" und "Natur- und Umweltschutz"
im Mittelpunkt. Interessierten den Arbeitsalltag der bäuerlichen Landwirtschaft
näher zu bringen, geschieht auf Hof Luna auch im Rahmen von Ausbildungen
und Praktika. Zusätzlich besteht eine Zusammenarbeit mit einigen Umweltpädagogen.
Die Kooperation von vielen Menschen und die gute Arbeitsteilung zwischen Landwirtschaft,
Hofladen, Verein und Landschaftspflege machen es möglich, diese vielseitigen
Leistungen zu erbringen.
!!! Neues Naturschutzprojekt in Kooperation mit Hof Luna!!!
Altes, alleinliegendes Gut mit eigener Quelle, sieben Hektar Land (teilweise
gartenbaugeeignet) im südlichen Niedersachsen. Weitere arrondierte Flächen
sollen biologisch dynmamisch mit Milchvieh der Rasse "Angler alte Zuchtrichtung"
bewirtschaftet werden.
Es werden noch vier weitere Menschen gesucht, die eine Gemeinschaft mit aufbauen
und selbstständig tätig sein möchten. Möglichkeiten der
Selbstständigkeit bestehen zum Beispiel im Handwerk, Dienstleistungsbereich,
der Gastronomie, der Landwirtschaft, dem Gartenbau oder der Vermarktung. Einstiegssumme:
27.500,- Euro. Nähere Informationen unter Tel. 05184 · 958 958
oder E-Mail: design.werkstatt@gmx.de.


!! 24. Juni 2007: Herzliche Einladung zu Hofführungen auf Hof Luna