Förderpreis Naturschutzhöfe
Praktischer Naturschutz auf landwirtschaftlichen Betrieben

Förderpreis Naturschutzhöfe 2008 verliehen
Staatssekretärin Astrid Klug (BMU) hat am 18. November 2008 gemeinsam mit der Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Prof. Dr. Beate Jessel, den bundesweiten Förderpreis Naturschutzhöfe 2008 verliehen. Die beiden vergebenen Preise erhalten der Lämmerhof (Schleswig-Holstein) und Gut Schmerwitz (Brandenburg). Auf der Preisverleihungsfeier im BfN in Bonn wurden die Preisträger vorgestellt. Beim Förderpreis Naturschutzhöfe 2008 lag der Bewertungsschwerpunkt auf der Öffentlichkeitsarbeit. Die Preisträger überzeugten mit ihren Ideen und Konzepten, mit denen sie ihre Naturschutzleistungen nach außen darstellen und ihr Engagement für die Erhaltung der Arten- und Lebensraumvielfalt an die Öffentlichkeit kommunizieren.
Pressemitteilung und Pressefotos zur Preisverleihung

Die Preisträger 2008

Der Lämmerhof und Gut Schmerwitz überzeugten die Jury mit ihrer bunten Palette an Öffentlichkeitsarbeit und einer professionellen Darstellung. Die Betriebe zeigen über Flyer, Broschüren, Infotafeln, Internetseiten, vor allem aber über den direkten Kontakt bei Führungen und Veranstaltungen aller Art, dass sie mehr sind als Lebensmittelproduzenten. Ausgefeilte pädagogische Angebote, naturkundliche Führungen und Hoffeste bringen Groß und Klein nicht nur in Berührung mit der Landwirtschaft, sondern auch mit der Natur.

1. Preisträger: Der Lämmerhof

Mit dem ersten Preis wird das große Engagement von Detlef Hack, Ute Thode und Christian und Urte Brüggemann vom Lämmerhof in Panten ausgezeichnet. Seit 19 Jahren bewirtschaften sie mit ihrem Team den rund 550 Hektar großen Demeter-Betrieb nach dem Motto "Der Natur auf dem Lämmerhof einen Platz geben". Dafür wollten sie von Beginn an Biotope schaffen und erhalten, sie miteinander verbinden und den ganzen Hof in das umgebende Netz von naturschutzfachlich wertvollen Wald- und Moorstandorten einbinden.

Betriebsportrait und Bildergalerie
Laudatio

2. Preisträger: Gut Schmerwitz

Zweiter Preisträger ist das Gut Schmerwitz, ein Bioland-Betrieb im Südwesten Brandenburgs, zu dem heute über 1.500 Hektar Acker- und Grünlandflächen gehören. Nach der Wende übernahm eine soziale Einrichtung das ehemals volkseigene Gut und entwarf ein Biotopverbundkonzept, das sich am alten Landschaftsbild orientierte und auch Aspekte der Landschaftsästhetik integrierte.

Betriebsportrait und Bildergalerie
Laudatio

Die Idee des Förderpreises

Mit dem Förderpreis Naturschutzhöfe werden Landwirtschaftsbetriebe ausgezeichnet, die beispielhaft und umfassend Naturschutzmaßnahmen in die Bewirtschaftung ihres Hofes einbinden. Die Landwirtinnen und Landwirte leisten mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft. Die Leistungen werden durch die Auszeichnungen gewürdigt und einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht. Sie sind oftmals übertragbar und damit Ansporn für andere Betriebe, sich ebenfalls für den Naturschutz einzusetzen.

Das Buch zu den Naturschutzhöfen

Titelseite: Landwirt schafft Vielfalt

Die vielen Aktivitäten sollen weite Verbreitung und viele Nachahmer finden. Dafür werden die vorbildlichen Betriebe und ihre Naturschutzmaßnahmen durch Betriebsportraits auf dieser Internetseite www.naturschutzhoefe.de vorgestellt. Zudem werden die Praxisbeispiele der Höfe in dem neuen Buch "Landwirt schafft Vielfalt - Natur fördernde Landwirtschaft in der Praxis" veröffentlicht. Es wurde an der Preisverleihung im November 2008 erstmals präsentiert.

Naturschutzhöfe in der Zukunft

Nach Möglichkeit soll darüber hinaus ein Netzwerk aus Naturschutzhöfen entstehen. Der Austausch der Betriebe untereinander und mit interessierten Kollegen soll damit ebenso gefördert werden wie die Außenwirkung der positiven Beispiele auf Fachwelt, Öffentlichkeit und Politik.

Flyer "Farming Conservation Award" (PDF, 1.239 KB)
Flyer "Förderpreis Naturschutzhöfe" (PDF, 1.234 KB)